Dienstag, 8. April 2014

Salta - der Sonne hinterher

Hola liebe Leserinnen und Leser,
mittlerweile sind wir in Salta im Norden Argentiniens angekommen bzw. verlassen diese Stadt morgen auch schon wieder mit dem Auto Richtung Cafayate und Cachi. Aber dazu demnächst mehr.

In Salta hat es endlich mal ein paar Grade mehr - knapp 30.... so dass es mich (Ro) gestern leicht geplättet hat (ist aber inzwischen alles wieder gut).

Salta selbst ist wirklich schön, hat einige sehr farbenfrohe Kirchen und eine Seilbahn auf den kleinen Aussichtsberg daneben zu bieten. Daneben kann man gut Eis und riesige Schnitzel essen. 

Die Iglesia Cathedral am Hauptplatz. Etwas gewöhnungsbedürftig hier ist der elektronische Klingelton, welcher anstatt Glockengeläut gespielt wird. Das Glockenspiel scheint wohl schon länger ausser Betrieb zu sein...

Iglesia Candelaria. Diese Kirche sieht fast nicht wie eine solche aus.
Mit der blauen Kuppel (die man hier nicht sieht) könnte man fast an eine Moschee denken.

Ob die eine Kirche für Mädchen und die andere für Jungs ist? ;-)

Eine Statue am Hauptplatz Plaza 9 de Julio um den übrigens lauter Orangenbäume stehen. Haben auch gleich eine der wenigen reifen erbeutet :-).


Achso und by the way zum Thema Opel und dem vergangenen Gezerre um Werke in Deutschland. Hier in Argentinien verkauft sich zumindest die Entwicklungsleistung blendend. Armes Deutschland....Gibt auch noch Chevrolet Corsa (in verschiedensten Modellen). Schon komisch zu lesen. 

So, morgen geht es dann weiter auf Erkundungstour. Die Gegend muss einfach der Wahnsinn sein und wir sind schon sehr gespannt. Ihr dürft natürlich wie immer mitfühlen und fast live dabei sein. 

Liebe Grüße
StRo

Samstag, 5. April 2014

Mendoza - Wein oder nicht Wein, das ist hier die Frage

Hallo zusammen, 

wir sind wie man sehen kann gut in Mendoza angekommen. Es ist hier bei Weiten nicht so windig und kalt wie im schoenen Sueden aber dafuer wird hier Wein angebaut. 
Nach einem ersten Tag der Stadterkundung bei dem es eigentlich nichts besonders zum Fotografieren gab und wir nicht wie erhofft kleine Weinlokale gefunden haben, machten wir uns auf den Weg an die Quelle der Glueckseligkeit: Maipu. Dort werden etwa 70% des Argentinischen Weins produziert, also mussten wir dort hin.
Per Radl gings dann auf Entdeckungstour durch die Oliven- und Weinfelder Maipus.


Unser Abenteuer: Tandem fahren. Ausruhen ging allerdings auch hinten nicht, weil der Leerlauf am Fahrrad fehlte ;-). Zweite Erkenntnis: Ro kann nicht hinten fahren.

Und bei all der Fahrrerei findet man natuerlich auch schnell Anschluss. Lustigerweise ein Muenchner und ein Inder und unser erster Stopp auf der Weintour war ein Biergarten....
 

Neben sportlicher Betaetigung, Fuehrungen in Weinguetern (z.b. Trapiche) und Weinverkostungen konnte man am Strassenrand natuerlich auch Trauben naschen.
 

Samstag ging es dann auf die Alta Montana Tour.

Erster Stopp: Puente del Inca (Bruecke der Inkas) wo schwefelhaltige heisse Quellen den Stein verfaerbt haben. Dort gibt es auch den missglueckten Versuch ein Heilbad zu bauen zu bewundern.


Zweiter Stopp: Aconcagua Aussichtspunkt. 5 Minuten Fotopause... (heute sind wir echte Touristen)
 Aconcagua 6962m

Dritter Stopp und Endziel der Tour: Cristo Redentor de los Andes.
Die Statue, ein Friedenssymbol zwischen Argentinen und Chile, liegt auf 3854m. 
Hoehentraining fuer den Machu Pichu.
 

Mittwoch, 2. April 2014

El Chaltén - letzter Stopp in Patagonien

Heute senden wir zum letzten Mal live aus Patagonien, genauer gesagt aus El Chaltén.

Dieses kleine Städtchen mit ca. 1200 Einwohnern liegt mitten in den Anden und ist bei Trekkern aus aller Welt besonders bekannt für den Fitz Roy. Den 3406 Meter hohen Berg haben wir zwar nicht erklommen ;-) aber die Tageswanderung hatte es auch schon in sich. Entstanden sind dabei die folgenden Bilder - Berg und Tal. Wirklich toll und auch hier hängt wieder ein Gletscher zwischen den Bergen und auf der Wanderung gab es frisch gezapftes Gletscherwasser...Natur und Reinheit pur.

Am zweiten Tag in El Chaltén war unsere Wanderlust nach 2 Wochen Patagonien dann wirklich gestillt und wir haben die zweite obligatorische Wanderung massiv gekürzt und bissl gefaulenzt und frisch gebrautes Bier getrunken...immerhin sind wir ja im Urlaub. :-)

Und dann ging es morgens 7:30 Uhr wieder nach El Calafate, wo wir gerade noch sitzen und Zeit vertrödeln bis um 17:00 der Flug in den warmen Norden geht. Patagonien ist wirklich toll und sehr sehenswert aber das Wetter, besonders der Wind, geht auf Dauer auf das Gemüt und wir freuen uns jetzt schon auf Mendoza...Sonne und Weingüter - was will man mehr!

Und die Wanderschuhe bleiben jetzt erstmal tief im Rucksack begraben.

Chau
Robertito y Steffi

Samstag, 29. März 2014

Vom Winde verweht in Patagonien

Hallo Ihr Lieben,

Ihr habt uns sicher schon vermisst - wir schlagen uns gerade noch bei Wind und Wetter tapfer durch Patagonien. :-)

Los ging die wilde Fahrt von Ushuaia - 12 Stunden Busfahrt bis Punta Arenas waren angesagt und dann hoffen, dass wir den Anschluss bis nach Puerto Natales bekommen. Die Fahrt lief auch ganz gut, bis wir an der Fähre ankamen, die uns über die Magellanstraße fährt. 4 Stunden mussten wir warten bis sie sich durch den starken Wind gekämpft hatte.

Dieses Szenerie haben wir dabei angeschaut....
Wir kamen schließlich kurz vor Mitternacht in Punto Arenas an und wussten nicht, wo wir schlafen werden - wir waren echt bissl panisch! Aber ein cleverer Hostelbesitzer hat verzweifelte Touris wie uns direkt am Bus abgefangen und so hatten wir einen Chauffeur und ein Bett innerhalb weniger Minuten. Wer hätte das gedacht. *Glück gehabt!*

Am nächsten Tag ging es dann weiter nach Puerto Natales. Das ist ein kleines Städtchen in Chile und Ausgangspunkt für Wanderungen im Torres del Paine Nationalpark. Und diese Wanderung beschäftigte uns schon seit Beginn der Reiseplanung.... Es gibt nämlich den s.g. W-Wanderweg, der 5 Tage dauert und die Form eines W's hat. Die Fragen waren, trauen wir uns diesen Weg konditionell überhaupt zu, wollen wir tatsächlich bei Wind und Wetter zelten und den ganzen Schmoder auch noch tragen?

Ergebnis: Wir laufen die Strecke, schlafen aber in Hütten und nicht im Zelt. Dank der guten alten MasterCard war alles innerhalb kurzer Zeit gebucht, alle Einkäufe erledigt und am Samstag früh morgens ging es mit dem Bus in den Nationalpark, dann mit dem Boot weiter bis zum Ausgangspunkt unserer Wanderung. 

Tag 1:

Das Wetter war gelinde gesagt mies und erfüllte damit alle Erwartungen. Regen und ein ständig steifer Wind, der manchen anderen Wanderern den Regenüberzug vom Rucksack oder den billig Poncho klaute. Wir waren dank dem "three o clock talk" im Erratic Rock Basecamp optimal vorbereitet und hatten alles im Rucksack in Plastiktüten verpackt. Außerdem waren Nüsse, Müsliriegel und Semmeln mit Leberwurst als Wegzehrung an Board.
Kleinigkeiten zum Naschen, denn wer stehen bleibt, friert im Ernstfall, also "keep on moving".
Die erste Etappe führte uns dann zum Refugio Grey, benannt nach dem gleichnamigen Gletscher Grey.

Das isser...

Tag 2:

Das Wetter, um das sich hier alles dreht ist super. Also ein Ausflug näher an den Gletscher. Einfach beeindruckend!

Auf dem Hinweg lag unter anderem eine Hängebrücke zu Steffi's Freude.
Danach ging es dann wieder mit Gepäck weiter zum Paine Grande Refugio mit einem wunderschönen Ausblick. 


Abendstimmung von der Hütte aus

Tag 3:

Los ging's gleich bei Sonnenaufgang nachdem mehrere Etappen abzulaufen waren. Zuerst ging es zum Campamento Italiano, von wo wir das Valley Frances hinauf liefen. Das war steinig und echt steil aber zur Belohnung gab es tolle Eindrücke....

Danach ging es weiter zum Refugio Cuernos. Der Weg wurde zum Ende hin fast ein wenig lang mit 9 Stunden. Aber schön war auch dieser Tag. Der patagonische Wettergott war uns seeehr gnädig.

Tag 4:

Entspannte 3,5 Stunden laufen wir bis zum Refugio Torre Central.
Vorbei ging es an einer Landschaft wie aus einem Bilderbuch entsprungen.

Tag 5:

Schon früh morgens ist unser Freund der Wind schon wach.
So einen starken Wind haben wir beide noch nicht erlebt.
Ziel des Tages ist der Aussichtspunkt am Fuße der Torres, zu dem wir einfach etwa 3,5h gelaufen sind. Laut Plan sollten es  4,5 sein aber wir werden wohl schneller.

Der Weg war echt abenteuerlich, denn ohne Wanderstöcke hätte uns der Wind echt auf den Hintern gesetzt....Wahnsinn! Das waren sicher 100 km/h, die uns um die Ohren zischten.

Mit diesem atemberaubenden Ausblick hatten wir dann das W beendet und liefen wieder ins Tal (echt mühselig!), wo es beim Warten auf den Bus erstmal ein Bier zum Abschluss gab.

Fazit zu der Wanderung: Steffi's kleine Füsse sind blasenfrei und Robert's schmaler Körper auch plessurenfrei ganze 80 km gelaufen!!!! Wir sind wirklich überrascht und auch stolz auf uns! :-) Aber länger hätte es nicht sein dürfen. Irgendwann wird man ganz gaga im Kopf, wenn man den ganzen Tag auf den Weg schaut und abends mit anderen Wanderern über eben diesen und das Wetter spricht.

Nach einer letzten Nacht in Puerto Natales ging es am nächsten Tag weiter nach El Calafate. No1 Ziel hier ist der Perito Moreno Gletscher, der größte Eiswürfel, den wir je gesehen haben. Ständig hört man dort das Eis knacken und mit Glück sieht man den Gletscher kalben. Es ist schon beeindruckend zu sehen wie autogroße Eisberge abbrechen. Der Berg ist so hoch wie ein 8-stöckiges Haus und wächst noch. Eine Landschaft, die nur aus Eis besteht.



Heute sind wir genau 4 Wochen unterwegs. Nach einem zwar nicht ausgewogenen aber leckeren Frühstück (für Argentinien typisch Weißbrot, Marmelade und die berühmte Dulce de Leche) und den frisch geschmierten Leberwurstbroten (immer noch praktisch und lecker) ging es zur Laguna Nimez zum Flamingos gucken. Wir wissen zwar nicht, warum die gerade in diesen eher kalten Gefilden wohnen aber sie sind da....


Danach ging es auf den Cerro Huyliche und zwar mit einem Sessellift, der nur für uns 2 und einen weiteren Besucher angeworfen wurde. Genauso ruhig war es dann auch auf dem Berg, der uns neben heißem Kakao einfach spektakuläre Ausblicke auf den Lago Argentino und die unendlichen Weiten Patagoniens bot.

Außerdem Steinformationen, die man sonst nur in den USA erwartet. Echt toll! 
Und das sind wir - glücklich und selig und das heute genau 2,5 Jahre *Knutsch*

Und das war's dann auch schon wieder in El Calafate. 
Morgen ziehen wir per Bus nach El Chalten um, wo wir hoffentlich ein paar nette Tageswanderungen machen können.

 Bis die Tage mal wieder.
Grüße vom anderen Ende der Welt.
StRo

Mittwoch, 19. März 2014

Das ist nicht das Ende!

Hallo liebe Freunde des Wintersports,

jetzt sind wir schon drei Tage am Ende der Welt. Morgen geht es schon weiter nach Puerto Natales in Chile, jedoch moechten wir euch gerne an unseren Erlebnissen teilhaben lassen.

Montag ging´s erst mal zum Gletscher Martial. Unsere erste Wanderung bei schoenem Sonnenschein zu Fuss von Ushuaia erreichbar. Eingepackt wie auf einer Antarktismission gings den Berg hoch, wobei wir uns dann doch noch leicht die Nasen verbrannt haben.
 
 

Dienstag war dann die Zeit gekommen um unseren Bootsausflug zu den Pinguinen zu machen. Vor der Haberton Estancia nahe Ushuaia liegt eine kleine Insel auf der man 12000 Pinguine antreffen kann. Davon haben wir sicher 7000 fotografiert. Hier nur ein kleiner Einblick *g*.

 
Weiter ging es dann mit einem Katamaran wieder Richtung Ushuaia, vorbei an einer Leuchtturminsel voller Voegel und................ 
einer Insel voll mit Seeloewen. (Das die sich in Grueppchen immer eine Insel besetzt halten...? Unter Umstaenden eine Parallele zu den Falklandinseln/Islas Malvinas - naehere Infos ueber diesen Konflikt gibt Wikipedia) 
 
Mittwoch, also heute waren wir im Nationalpark Tierra del Fuego. Wandertag Nr.2.
Eine schoene Landschaft, jedoch hats beizeiten oefter mal geregnet. Wir habens trotzdem durchgezogen.
 
 und am Ende sind wir als Tagesendziel noch am Ende der Ruta 3 oder besser unter dem Namen Pan Americana bekannt, angekommen.


  
 Sonst geht es uns sehr gut. Wir haben unseren ersten Hostelaufenthalt im 6-Bett-Zimmer gut gemeistert, geschlafen wie die Babys und uns lecker Nudeln gekocht.

Wir koennen uns auch immer noch sehr gut leiden ;-) und freuen uns auf die naechste Etappe unserer Reise (wenn da nicht die mind. 12 Stunden Busfahrt waeren).

Adios Amigos und nochmal viele Gruesse vom Ende der Welt! :-)

Wir sind dann mal weg....

Sonntag, 16. März 2014

Das Ende der Welt ist nah

Hallo liebe Freunde,
wir sind gut in Ushuaya angekommen. Es fühlt sich wirklich an als sei man am Ende der Erde. Es ist auf jeden Ffall eine wahnsinnige  Landschaft!
Zu unserem Glück waren hier heute auch noch die Schulsegelschiffe (Fregatten) aller näheren Staaten zu einem Treffen versammelt, da war gleich der ganze Ort auf den Beinen und das erklärt die Schiffe.
Morgen geht's erstmal zum nahegelegenen Gletscher Martial, dann gibts auch wieder mehr.
Grüße StRo

Samstag, 15. März 2014

Viva Colonia (del Sacramento)

Weil es heute so ein schöner Tag war, gibt es doch noch eine kurze Meldung vor der Weiterreise. Wir haben uns ein paar Stempel im Pass geholt (Ausreise Argentinien, Einreise Uruguay, Ausreise Uruguay, Einreise Argentinien) und sind über den Rio de la Plata nach Colonia del Sacramento geschippert. Das ist eine sehr süße, idyllische Stadt, in der man die Seele baumeln lassen kann. Nach B.A. wirklich entspannend. Hier ein paar Bilder....
Gute Nacht. Wir müssen jetzt schlafen. Um 5 Uhr klingelt der Wecker.